Partizipation

Partizipation 

Wenn Kinder in unseren Kindergarten kommen, verlassen sie für einen Teil des Tages den vertrauten Ort der Familie und werden zum ersten Mal Mitglied einer öffentlichen Einrichtung. Hier erfahren sie konkret eine „Gesellschaft im Kleinen“.  Unterschiedliche Menschen leben einen Teil des Tages zusammen und haben verschiedene Bedürfnisse, die gemeinsam erfüllt werden müssen.

Kinder sind Akteure ihrer eigenen Entwicklung und wollen nicht nur Wissen, wie die Welt funktioniert, sondern sie auch mitgestalten. Unsere Arbeit orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Kinder, dabei verstehen wir Mitbestimmung, Mitgestaltung und Mitwirkung als Motor für die Selbstbildungsprozesse des Kindes.

Partizipation findet im täglichen Umgang miteinander statt und ist Bestandteil vertrauensvoller, wertschätzender Beziehungen. Wir beziehen die Kinder in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse ein und stehen ihnen unterstützend zur Seite, ihre Gefühle, Ideen und Wünsche zu äußern. Kinder erleben bei uns, dass sie ihre Meinung frei äußern können und dass ihre Meinung wichtig ist.

Indem Kinder ernst genommen werden, diskutieren, Entscheidungen treffen, Vorschläge machen, Kompromisse erarbeiten usw. lernen sie viel und machen zahlreiche Erfahrungen:

  • Sie werden angeregt, sich eine eigene Meinung zu bilden.
  • Sie lernen Bedürfnisse in Worte zu fassen.
  • Sie stärken ihr Selbstbewusstsein.
  • Sie lernen Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung kennen.
  • Sie lernen Verantwortung zu tragen (für ihre Entscheidung und deren Folgen).
  • Sie lernen andere Meinungen, Standpunkte zu tolerieren und Kompromisse einzugehen.
  • Sie erfahren, dass Engagement etwas bewirken kann.
  • Sie lernen sich mit ihrer Umwelt kritisch auseinander zu setzen.
  • Sie lernen anderen zuzuhören und andere aussprechen zu lassen

Partizipation beginnt mit der Geburt. Genau wie bei der Beteiligung älterer Kinder geht es auch bei Kindern unter drei Jahren darum, die Interessen der Kinder wahrzunehmen, zu vertreten und angemessene Beteiligung zu gestalten. Das beginnt während der Eingewöhnung, in der das Kind ausreichend Zeit hat, sichere Beziehungen aufzubauen und aktiv zu werden. Partizipation im U3 Bereich bezieht sich zunächst überwiegend auf Themen, die das eigene Leben des Kindes betreffen, wie das Wickeln, Essen oder der Mittagsschlaf. Die Interessen der Kinder dieser Altersgruppe werden durch die Fachkräfte vertreten.

Anhand von folgenden Beispielen spiegelt sich Partizipation in unserer Arbeit wieder:

  • Inhalte von Stuhlkreisangeboten
  • Inhalte von Bewegungsangeboten
  • Ablauf des Vormittages
  • Wahl des Karnevalsthemas
  • Gruppenraumgestaltung
  • Beteiligung bei der Auswahl des monatlichen Frühstücksbuffet

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